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Wissenschaftliche Forschung beweist: Stress verkürzt die „Telomere“!

Die Forschungen rund um das Nobelpreis-Thema „Telomere“ schreiten stetig voran und liefern oftmals erstaunliche Erkenntnisse. Das belegt auch dieser aktuelle Beitrag des TV-Magazins „nano“ aus dem Jahr 2015, bei dem das Alltagsleiden „Stress“ im Vordergrund steht.

Wichtige Forscher auf dem Gebiet der Anti-Aging-Wissenschaft

Als der Nobelpreis für Medizin im Jahr 2009 zu gleichen Teilen an die US-Amerikaner Elizabeth H. Blackburn, Carol W. Greider und Jack W. Szostak für ihre Arbeiten zur Chromosomen-Forschung vergeben wurden, lagen schon mehrere Jahrzehnte Forschungsarbeit zu Telomeren und Telomerase hinter ihnen. Schon in den 80ziger Jahren haben diese Forscher herausgefunden, was Zellen altern lässt. Außerdem haben sie beschrieben, mit welchen Werkzeugen die Zelle den Alterungsprozess steuert.

Vom russischen Biologen Alexej Olovnikow kam schon Anfang der 70er Jahre der erste Hinweis, dass telomere Strukturen für den Alterungsprozess in den Zellen verantwortlich sind.

Auch die Erkenntnisse des US- Forscher Leonard  Hayflick waren grundlegend wichtig, für die Entschlüsselung des Alterungsprozesses. 1961 entdeckte Hayflick zusammen mit seinem Kollegen Paul Moorhead, dass sich normale kultivierte menschliche und tierische Zellen nicht unbegrenzt teilen können, sondern nach einer bestimmten Anzahl von Zellteilungen (ca. 50) absterben. Diese Grenze wird zu Ehren des Entdeckers heute Hayflick-Grenze (englisch: Hayflick limit).

Prof. Michal Fossel hat Mitte der 90ziger Jahre dem Enzym Telomerase ein sehr informatives und gut leserliches Buch gewidmet, das den Titel „Das Unsterblichkeitsenzym“ trägt.

Das „Unsterblichkeitsenzym“ steht im Mittelpunkt der Forschungen der Körber-Preisträgerin 2008, Prof. Maria Blasco (Madrid). Die Molekularbiologin war der Stargast des 47. Hamburger Wissenschaftsforums, bei dem sie gemeinsam mit ihren Kollegen, dem Mediziner Prof. Tim Brümmendorf (Uniklinikum Hamburg-Eppendorf) und dem Biologen Prof. Wolfgang Baumeister (Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried) faszinierende Ergebnisse ihrer Studien und Forschungen mit dem Enzym Telomerase vorstellte.

Inzwischen forschen weltweit sehr viele Mediziner und Biologen auf diesem Gebiet, insbesondere in China und den USA. Neue Studien zur Vorbeugung von Alzheimer, Demenz, Krebs und AIDS wurden gestartet und es gibt bereits einige wenige Anbieter von wirksamen Telomerase-Aktivatoren. Die Aussichten auf ein langes und völlig gesundes Leben waren nie besser als heute.